Lusitanistik ist ...

... die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Kultur der portugiesischsprachigen Länder und Regionen in Afrika, Amerika, Asien und Europa (Angola, Brasilien, Cabo Verde, Goa, Guinea-Bissau, Macau, Mosambik, Ost-Timor, Portugal, S. Tomé e Príncipe, Nord-Uruguay) sowie Galiciens.

 

Portugiesisch ist die sechstgrößte Weltsprache. Nach Spanisch (ca. 380-400 Millionen Sprecher) ist es mit ca. 200 Millionen muttersprachlicher Sprecher die zweitgrößte romanische Sprache; es zählt weltweit mehr muttersprachliche Sprecher als beispielsweise das Französische (ca. 88-89 Millionen) oder das Italienische (ca. 56-58 Millionen).

 

Das größte portugiesischsprachige Land ist Brasilien, das auch Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika ist. Untergebiete der Lusitanistik sind Brasilianistik, Portugalistik, Afrolusitanistik, Galicistik und Kreolistik; jedes dieser Gebiete ist nochmals in die Unterdisziplinen Sprach-, Literatur- und Landeswissenschaft gegliedert.

 

Portugiesisch-Sprecher in der Welt

Über 200 Millionen Menschen sprechen portugiesisch. Portugiesisch zählt damit mehr als doppelt so viele muttersprachliche Sprecher wie Französisch und mehr als dreimal so viel wie das Italienische. Es ist nach dem Spanischen die weltweit zweitgrößte romanische Sprache.

Vgl. zu den Sprecherzahlen des Französischen und Italienischen Johannes Kramer: “Die Zahl der Sprecher der Sprache Roms in Geschichte und Gegenwart”, in: Romanistik in Geschichte und Gegenwart 6/1 (2000), S. 3-31 [S. 5].